Rokoko mit Babypuder und Echthaar

"Geschichte der Kosmetik" heißt das zu behandelnde Stoffgebiet aus dem Lehrplan der Klasse 14 Fris. Um das theoretische Thema den Auszubildenden des dritten Lehrjahres des Friseurhandwerks praxisnah zu vermitteln, durften sie sich eine Epoche der Kosmetikgeschichte auswählen.

Diese ließen die Auszubildenden durch die Gestaltung eines passenden Make-ups in der heutigen Zeit aufleben. Zusätzlich zum Make-up sollten die Lehrlinge eine dem Zeitalter entsprechende Frisur erstellen.

Das Ergebnis war eine Zeitreise in das 18. Jahrhundert in die Epoche des Rokoko. Die Schülerinnen brachten jedoch anstelle von Perücken ihr eigenes Haar in lockige hohe Formen.

Um einen besonders hellen Teint zu erzielen, verwendeten sie statt giftigem Bleiweiß alltagstaugliches Babypuder. Für die Lockenpracht benutzen die Lehrlinge anstelle von im Feuer erhitzten Papilloteneisen weniger gefährliche elektrische Lockenstäbe.

 

Aus jungen flippigen Frauen des 21. Jahrhunderts wurden in nur wenigen Stunden feine Damen des 18. Jahrhunderts. Modeikonen des Rokoko wie Madame de Pompadour (1721-1764), eine Mätresse des französischen Königs Ludwig XV. oder Marie Antoinette (1755-1793), Königin von Frankreich, hätten nicht besser frisiert und geschminkt werden können.

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